Jahrbuch der Luria-Gesellschaft

Das „Jahrbuch der Luria-Gesellschaft“ erscheint seit 2010. Es tritt an die Stelle der seit 1994 jährlich in zwei Heften erschienenen „Mitteilungen der Luria-Gesellschaft“. Diese Gesellschaft führt ihren Namen in memoriam Alexander R. Luria (Lurija), 1902 - 1977, dem Begründer der Neuropsychologie, der mit L.S. Vygotskij und A.N. Leont'ev die kulturhistorische Psychologie und die Tätigkeitstheorie begründete.

Deren Theorien zielen auf eine dialektische Konzeption der Psychologie, jenseits dualistischer Trennungen von Individuum und Gesellschaft, Leib und Seele, Emotion und Kognition. Menschliches Erleben und menschliches Bewusstsein sind eingebunden in die menschlichen Lebensbedingungen und -beziehungen, die sie hervorbringen und die von ihnen hervorgebracht werden. »Die gesellschaftlichen Formen des Lebens zwingen das Gehirn, auf neue Weise zu arbeiten, sie lassen qualitativ neue funktionelle Systeme entstehen«, so A.R. Luria.

Die Luria-Gesellschaft verfolgt den Zweck, dieses wissenschaftliche Erbe zu sichern und weiterzuentwickeln; dies geschah bisher insbesondere auch durch die „Mitteilungen“. Hier wurden Übersetzungen aus dem kulturhistorisch- tätigkeitstheoretischen Kontext veröffentlicht, z.T. erstmals in einer westlichen Sprache; es erschienen Arbeiten, die sich mit der Rekonstruktion dieser Tradition beschäftigen aber auch Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen Problemen und Diskussionen.

 

Das „Jahrbuch der Luria-Gesellschaft“ führt diese Traditionen fort.

 

Hrsg.: Willehad Lanwer, Wolfgang Jantzen

Verlag: Lehmanns Media - Berlin

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Jahrbuch 2010 - 102 Seiten - ISBN: 978-3-86541-420-5

Jahrbuch 2011 - 122 Seiten - ISBN: 978-3-86541-467-0

Jahrbuch 2012 - 140 Seiten - ISBN: 978-3-86541-517-2

Jahrbuch 2013 - 140 Seiten - ISBN: 978-3-86541-579-0

Jahrbuch 2014 - 142 Seiten - ISBN: 978-3-86541-723-7

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Das revidierte klinische Interview und die Zone der nächsten Entwicklung in der Diagnostik von Schwierigkeiten im basalen mathematischen Bereich

(International Cultural-historical Human Sciences hrsg. von Hartmut Giest und Georg Rückriem, Bd. 54)

Berlin, 2016. 300 S.; Broschur.

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